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Wann kommt denn endlich die Quelle?
Jeder fängt mal klein an. Dies trifft insbesondere bei Flüssen zu. So eine Quelle ist schon etwas Besonderes, auch wenn sie mitten im Fichtelgebirge sprudelt, wo kein Bus hinkommt. So beginnt unsere Main-Radtour.

Wer meldet sich freiwillig?
Das Protokoll kennt wieder mal keine Gnade. Müde und eher lustlos lassen wir uns nach dem Abendessen im Taxi zum Biergarten der Mönchshof Brauerei in Kulmbach karren. Zur Biermeisterschaft! So eine Schnapsidee! Wenig später hört man unse-re Anfeuerungsrufe und wildes Gelächter durch den halben Flecken schallen. Beim Kindergeburtstag für große Radler liefern wir uns in 2 Gruppen einen möglichst unfairen Wettkampf, der von der Gruppe Roland relativ deutlich gewonnen wird. Weil sie a) ein Sauglück beim Kronkorken-Schätzen haben, b) mit Hanne und Eberhard zwei Super-Athleten zum Bierkrug-Stemmen aufbieten und c) Manfred und Eberhard einen 5-stöckigen Turm aus Bierdeckeln bauen, auf dem sogar 1 Bierkrug stehen kann.
Die Gruppe Schwarzer Peter legt mehr Wert auf ein breit gefächertes Fundament, und dann werden die Bierdeckel knapp. Dafür holen Klaus und Peter beim Meisterschluck souveräne Punkte und beim Bier-Quiz ist diese Gruppe auch überlegen!
Trinken wir Kaffee in Lanzendorf?
Nächster Tag, nächste Quelle: der Weiße Main. Während der Mittagspause in einer schönen Rast-stätte entspinnt sich folgender Dialog zwischen dem Reiseleiter (R.) und einem Teilnehmer (A.) A.: „Du, Rainer, trinken wir nachher in Lanzendorf noch Kaffee?“ R.: „Nein, nach Lanzendorf kommen wir heute nicht, wie kommst Du denn da drauf?“ A.: „Steht doch im Programm.“ R.: „Nein, das kann nicht sein.“ Christa zieht das Programm aus der Tasche: Kaffee in Lanzendorf! Rainer wirft einen hektischen Blick auf seine Karte und bricht in Gelächter aus: wir sind bereits in Lanzendorf, allerdings zum Mittagessen. Den Kaffee trinken wispäter im Dampflokomotiv-Museum in Neumarkt zwischen alten Eisenbahnen. Auch gut.
Sollen wir da noch rüberfahren?
Es ist schon eindrucksvoll. Plötzlich machen der Rote und der Weiße Main jeweils eine kleine Kurve und fließen gemeinsam weiter – der Main ist entstanden und wird von da aus schnell breiter. Der „kleine Abstecher“ – 8 km hin und wieder zurück, von unserem Tagesziel Kulmbach, hat sich gelohnt.
Die Vierzehn Nothelfer
Eigentlich hat uns Rainer nur zum Beichten in die große Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen bei Lichtenfels geschickt. Aber jeder hat seine Gründe gefunden, sich ausgiebig in dieser üppigen Barock-kirche aufzuhalten. „Säälisch“ gestärkt erreichen wir am Nachmittag Bamberg.
Do miassn’s durch
Die Bamberger essen gefüllte Zwiebeln (sehr lecker!) und trinken dazu Rauchbier. Das riecht wie ein stark gerauchter Schinken, und man braucht schon 3 Halbe, um sich daran zu gewöhnen. Beim Absacker in der Brauereigaststätte Schlenkerla lässt die Bedienung keine Extras zu. „Do miassn’s jetzt durch“ antwortet sie Sonja barsch, als diese nach einem Pils fragt und stellt ihr ein Rauchbier hin. Sonja hat’s brav ausgetrunken! Nicht so der Franz. In einem günstigen Moment schüttet er’s in Edith’s Glas.
Ob der Bamberger Bischof auch ein Rauchbier intus hatte, bevor er in die Sauna ging? Was er dort erlebt hat, und warum die Domglocke ein Loch hat und wie der Klapper-Karle einen Ausflug unternahm erzählt uns die Stadtführerin Gerda. „Geister, Sagen und Legenden“ aus Bamberg. Eine gelungene Mischung aus traurigen, schaurigen und auch lustigen Ereignissen und Bräuchen der langen Stadtgeschichte. Man hätte ihr noch stundenlang durch die Gassen folgen und zuhören können…..
Zum Geburtstag viel Glück, lieber Manfred!
Unser letzter Tag fängt optimal an und geht genau-so weiter. Unser LieblingsLumpensammler/Schluss-mann Manfred spendiert zum Frühstück eine Runde Sekt. Daraufhin radeln auch die Nicht-Pedelec-Träppler mit Rückenwind durch die Stadt und auf wunderschönen Wegen den Main entlang. Als es Zeit wird zum Mittagessen stellt Klaus ein Amtshilfe-Ersuchen an die Feuerwehr-Kumpels aus Haßfurth, die gerade zu einem „Einsatz“ unterwegs sind. Kurz darauf sitzen wir auf einem Riesen-Fest mit vielerlei Köstlichkeiten in der Sonne. Das Leben kann so schön sein! – Manfred traut sich mit leuchtenden Augen auf’s Bungeee-Jumping –Trampolin und legt unter großem Beifall eine Super-Geburtstags-Vorstellung hin mit lauter Überschlägen vorwärts und rückwärts, alles mit Brille auf der Nase. Wir sind begeistert.
Viel zu schnell sind wir wieder am Bus angelangt. Bei dem schönen Wetter (4 Tage lang!) und auf dem genialen Radweg wären wir gerne noch ein Stückle weiter geradelt. Aber nach der Radtour ist auch vor der Radtour und der nächste Sommer kommt bestimmt.
Ein netter kleiner Anfang wird sich finden.
G.M.
P.S. Frau Rattenbichl war auch wieder mit dabei. Letztes Jahr konnte sie leider nicht mitkommen, weil sie niemand gefunden hat, der auf ihren etwas aus der Art geschlagenen Nachwuchs aufpasst. Dieses Jahr durfte er mit seinem Vater in die Wilhelma….