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Dieses Motto des Schwäbische Alb Tourismus nahmen sich gut 50 Mitglieder des Kulturvereins Krummhardt zu Herzen und fuhren mit dem Bus zum diesjährigen Vereinsausflug am vergangenen Sonntag auf die Schwäbische Alb.

Startpunkt für die Wanderer war Neidlingen, gelegen unter dem Albtrauf in der Nähe der Burgruine Reußenstein. Bei unbeständigem Wetter, das mal Regen, mal Sonnenschein schickte, durchliefen die Kulturvereinsmitglieder saftige Wiesen, stiegen durch Mischwald stetig in die Höhe, um letztendlich am Neidlinger Wasserfall mitten im Wald eine erste Verschnaufpause einzulegen. Das Karstwasser der Lindach stürzt hier über Felskaskaden in die Tiefe. Der Neidlinger Wasserfall ist stark vom Wasserstand abhängig und im Hochsommer eher ein Rinnsal. Nach der kurzen, aber wohlverdienten Pause ging es dann steil bergauf zur Burgruine. Ein herrlicher Ausblick ins Albvorland bis zum Schurwald war die erste verdiente Belohnung für die Wanderer. Die Burg wurde gegen 1270 als Ministerialburg der Herrschaft Teck gebaut um bis in das Spätmittelalter den einzigen Albaufstieg aus dem Neidlinger Tal zu kontrollieren. Seinen Namen hat der Reußenstein vermutlich von einer Adelsfamilie Rüß oder Reuß aus Kirchheim. Ab 1301 ist ein erster Besitzer des Reußenstein nachweisbar. Die Burg wurde erstmals 1371 Reußenstein genannt. 1441 gelangten die Grafen von Helfenstein in den Besitz der Burg. Der letzte Graf, der auf der Burg wohnte, war Ludwig Helferich von Reußenstein. Mit dem Aussterben der Helfensteiner ab 1550 war die Burg unbewohnt und begann zu zerfallen.
Nach der Besichtigung kam endlich die zweite Belohnung: ein ausgiebiges Vesper am Busparkplatz. Der Wettergott spielte perfekt mit, denn er schickte den Regen erst nach dem Essen. Ein Großteil machte dann einen Verdauungsspaziergang zum Hofgut Reußenstein, besichtigte dort den Hof und die landwirtschaftlichen Maschinen oder ließen sich einen Kaffee schmecken, bevor wieder der kurze Weg zum Bus angetreten wurde. Pünktlich zum Start der Informationstour mit der Stuttgarter Bergwacht an der Burgruine Reußenstein kam die Sonne heraus. Mit diversen Rettungsdemonstrationen zeigten die vier Bergwachtleute anschaulich, wie Personen in Not gerettet werden können, wie aufwändig es zum Teil ist, in schwieriges Gelände vorzudringen und sich dort zu Verletzten abzuseilen. Die Mitglieder des Kulturvereins schauten neugierig zu und erhielten zahlreiche Informationen durch die Truppe. Nach gut einer Stunde war die Demonstration zu Ende und der Regen begann, was aber der guten Laune dann im Bus keinen Abbruch tat. Gemächlich verlief die Rückfahrt durchs Lenninger Tal zurück nach Krummhardt, wo der entspannte Ausflug einen gemütlichen Ausklang vor dem Krummhardter Besa fand. Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Organisatoren Heide und Dieter Scharpf sowie Jürgen Maier, der alle mit dem Bus sicher durch den Tag brachte.