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Bei bestem Herbstwetter mit strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntag, dem 27. September knapp 60 Kulturvereinsmitglieder um 7.30 Uhr in der Ortsmitte Krummhardt zum diesjährigen Vereinsausflug, um mit dem Bus in den Schwarzwald nach Bad Rippoldsau-Schapach zu fahren.

Nach einer kurzweiligen Fahrt wurden dann in Schapach Biertischgarnituren, Getränke und Vesper ausgepackt. Nach dieser kräftigen Stärkung wanderte die Gruppe zum Burgbachwasserfall. Mit einer freien Fallhöhe von 15 m und einer Gesamthöhe von 32 m ist er einer der höchsten frei fallenden Wasserfälle in Deutschland, dessen Wasser zum Burgbach sammelt und anschließend mit starkem Gefälle in das Flüsschen Wolf mündet. Ein Teil der Gruppe stieg dann einen engen steilen in Serpentinen geführten Pfad empor, der in eine steile Treppe aus großen Buntsandsteinen übergeht und zum Aussichtspavillon auf dem Burgbachfelsen führt. Von dort hat man eine herrliche Aussicht über den Nordschwarzwald. Die Wanderung ging dann weiter auf einem Höhenweg durch den Nadelwald zum oberen Eingang des Alternativen Wolf- und Bärenparks , der zwischen den Ortschaften Bad Rippoldsau und Schapach liegt. Die zweite Gruppe stieg vom Burgbachwasserfall wieder ab ins Tal und wanderte entlang des Flüsschens Wolf zum Tierpark.
In drei Gruppen aufgeteilt erfuhren die Mitglieder des Kulturvereins Krummhardt viel über die acht Bären und die drei Wölfe, die dort im alternativen Bären- und Wolfspark leben. Das Projekt bietet misshandelten bzw. nicht artgerecht gehaltenen Bären aus dem Zirkus oder aus kleinen Tierparks einen schönen Lebensabend. In dem 10 Hektar großen Waldgehege, das 2005 von der „Stiftung Bär“ gekauft und in fünfjähriger ehrenamtlicher Arbeit zum Park ausgebaut wurde, leben die Tiere annähernd wie in freier Wildbahn. Die Tiere werden zwar gefüttert, aber weder zu festen Zeiten, noch an festen Plätzen. So sollen die Tiere wieder lernen, ihren Instinkt zu gebrauchen und ihre Beute auch zu suchen. Eine positive Erfahrung für die Betreiber des Bärenparks ist es auch, dass die Tiere wieder eine Winterruhe halten und sich die auf dem Gelände verstreut angebotenen Höhlen selbst zurechtmachen. Die bekannteste Bärin ist die ca. 18jährige Jurka. Die einzige Wildbärin im Park stammt aus Italien und ist die Mutter von „Problembär Bruno“, der 2006 in Bayern erschossen wurde.
Die drei Wölfe hatten an diesem schönen Sonntag keine Lust, sich dem Kulturverein Krummhardt zu zeigen. Sie blieben versteckt im Dickicht – vielleicht klappt es ja beim nächsten Besuch! Die Ausflügler waren nicht nur beeindruckt von der ganzen Anlage, sondern wurden auch nachdenklich. „Die Natur regelt sich im Normalfall von selbst – bis sich der Mensch einmischt“, das war das Fazit, das die Führer ihren Besuchern mitgeben konnten.
Zum Abschluss dieses informativen Wanderausflugs gab es in der Gaststätte „Alte Tränke“ ein reichhaltiges Abendessen, bevor wieder die Heimfahrt nach Krummhardt angetreten wurde und Vereinsbusfahrer Jürgen Maier alle wieder wohlbehalten nach Hause brachte.
Mehr Infos über den Park unter www.baer.de