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Eine muntere Truppe von acht Vereinsmitgliedern startete mit ihren Motorrädern am Morgen des 3. Juni von Krummhardt aus nach Calw. Dort trafen sie sich mit den beiden Stuttgarter KVK-Mitgliedern an der Klosterruine Hirsau, deren Besichtigung auch sogleich

Unser Tourguide-Navi lotste uns dann zur ersten Kaffeepause in die Calwer Fußgängerzone, von wo es dann endlich – aufgeteilt in zwei Gruppen von je 5 Motorrädern – los ging in Richtung Schwarzwald. Kaum hatten wir uns richtig eingefahren, kam schon der erste Halt um die Regenkombis auszupacken. Über herrlich regennasse Schwarzwaldkurven, vorbei am Ruhestein im tiefsten Nebel, kämpften wir uns durch den Regen ins sonnenwarme trockene Rheintal. Dort konnten wir im Restaurant Au Cygne in Eschau schon unser erstes französisches Drei-Gänge-Mittags-Menue einnehmen.
Vorbei an vielen kleinen, bunten Fachwerkhäusern durch verschlafene und blumengeschmückte, elsässische Dörfer ging es jetzt schnurstracks weiter Richtung Orbey, natürlich durften auch hier die Regenkombi-Stopps nicht fehlen. Gegen 18.30 Uhr waren dann alle glücklich im Hotel AuxBruyeres in Orbey angekommen, bei sonnigem Feierabend-Wetter. Bald hatten alle ihre klitze-kleinen tipp-top sauberen Zimmer bezogen und wir trafen uns zum ersten gemeinsamen Abendessen im Speisesaal. Ein feucht-fröhlicher Abend zusammen mit einer Gruppe von dreißig überaus trink-, lebens- und wanderfreudigen Franzosen begann. Bei reichlich Williams-Christ-Geist-geschwängerter Luft, einem sehr süffigen Roséwein und Weizenbier, kamen auch bei uns die guten Gespräche und der Spaß nicht zu kurz. Da es absehbar war, dass uns auch am Samstag ein regenreicher Tag erwartete, kürzten unsere beiden Tourguides die Tour.
So begingen wir den südlichen Teil der Vogesentour nach einem langen Frühstück gleich schon mal in Regenklamotten und fuhren die Route de Cretes mal wieder nur im Regen und die Grand Ballons verbargen sich uns leider im dichten Nebel. Sogar einen Schneefleck konnte Rainer auf 700m noch ausmachen. In der urigen Käserei und Auberge Schmargult kamen wir tropfnass an. Nach dem Cappuccino gings wieder in strömenden Regen weiter auf ach so herrlich kleinen Sträßchen, immer schön dicht dran am Rücklicht vom Vordermann, bergauf und bergab durch den dichten Nebel, bei nur noch 6 Grad!
Nach einer kurzen Rauch- und Zwetschgengeist-Pause am Pass Col de la Schlucht kamen wir dann endlich zur entzückenden Ferme Hinteralfeld an. Hier wurden wir von Eseln, Milchziegen, Hühnern, Perlhühnern, Enten, Schweinen und Vogesen-Rindern willkommen geheißen. In der kachelofenbeheizten, gemütlichen Ferme kamen wir in den Genuss der köstlichen Speisen wie dem echten Münsterkäse, frischen Salaten, delikaten Bratkartoffeln und der Schlachtplatte auf Choucroute.
Satt und zufrieden – und weil alle ihre Teller leer gegessen hatten, führte uns diesmal unsere Tour bei Sonnenschein in Richtung Le Hohneck und dem Hartmannwiller Kopf – ein Denkmal für die über 30 000 Gefallenen im 1. Weltkrieg an dieser Stelle.
Doch lange hielt die regenkombifreie Fahrt nicht an. Während Rainers Gruppe sich in Richtung schwarze Gewitterwolken zum nächsten Kaffeestopp an der Ferme des Moines durchschlug und dort Hagel und Gewitter abwartete, zog es Stefans Truppe vor, entgegengesetzt den Weg in Richtung Hotel einzuschlagen. So kamen wir mit einem kleinen Umweg bei sommerlichen Temperaturen durch Munster hindurch. Hier nutzten wir die Gelegenheit und erstanden den typischen Munsterkäse (vom Holsteiner Rind!) samt Wald-Honig bei einem urigen Bauern.
Später konnten wir dann die Außenterrasse des Hotels zum gemütlichen Plausch und für ein paar Bier vorm Abendessen nutzen. Nach einem reichhaltigen Abendmenue entstanden so neue Ideen und Pläne für die nächste Motorradtour.
Am Sonntagmorgen nach dem letzten Frühstück in unserem Hotel fuhren wir diesmal in regenkombifreier Montur los und konnten noch bei trockenen Straßen die vielen kleinen, herrlich geschwungenen Sträßchen durch eine traumhafte Natur genießen. Auch den Nationalfeiertag in Frankreich bekamen wir durch urplötzlich auftretende Straßen-sperrungen zu spüren. Aber durch kleine Weinbergsträßchen und riesengroße Wasserlöcher schlängelten wir uns wieder zum Rheintal hindurch. Auf dem Weg zur Rheinfähre Kappel kamen wir durch kleine Fachwerkdörfer und an Kirchtürmen mit Storchennestern, Wiesen und weiten Feldern vorbei. Wieder in Deutschland gab es gleich den ersten Kaffeestopp im Hotel Schiff auf der Sonnenterrasse und von dort aus ging es geradewegs und auf schnellstem Wege durchs Rheinteil in den schönen Schwarzwald. Mal wieder mit Gewitterwolken im Rücken trafen wir noch rechtzeitig in Hausachim Käppelehof ein, einem urig und einsam auf einem Hügel gelegenen Berggasthof mit Schwarzwälder Milch- und Fleischrindern.
Hier gab es dann auch ein entsprechend zünftiges Mittagessen, mit Fleisch aus eigener Weidehaltung, Ziegenkäse und regionalen Salaten. Auch der Landregen war sehr zünftig, als wir zwei Stunden später wieder die Kühe sattelten um weiter gen Heimat zu fahren. Doch bald schon ließ der Regen nach und trockenen Fußes kamen wir im Wasserschloss in Glatt an. Ein sehenswertes Schloss samt Café wo wir uns unseren letzten gemeinsamen Kaffee und auch einige der riesengroßen Kuchenstücke schmecken ließen.
Dann hieß es Abschied nehmen, die eine Gruppe wollte schnellstmöglich heim, schwarze Gewitterwolken und Unwetterwarnungen aus Aichwald machten die Runde! Wir fuhren also in Richtung Autobahn und so konnte jeder in seinem Tempo die sichere Heimreise antreten und auch noch ein letztes Mal den Regenkombi auspacken… bevor dann alle gesund wieder daheim ankamen.
Die Rainer-Gruppe fuhr gemütlich übers Land und machte so beim Aichwalder Musikfest den letzten Einkehrschwung.
Alles in allem eine wahrlich perfekt geplante und gelungene Vereinsausfahrt, mit vielen schönen Eindrücken vom Landleben und der Natur im schönen Schwarzwald und den Vogesen, bei der vor allem auch die kulinarischen Genießer voll auf ihre Kosten kamen.
Aber vor allem auch das harmonische Zusammenspiel und die gegenseitige Rücksichtnahme innerhalb der Gruppe trugen sehr zum erfolgreichen Verlauf der Tour bei, trotz der manchmal recht widrigen Wetterverhältnisse!
Elke Baumann