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„Schwäbische Erotik“ am 8. Februar 2020

„Schwäbische Erotik“ am 8. Februar 2020

Gespannt waren die Besucher in der ausverkauften Schurwaldhalle in Aichwald-Schanbach auf jeden Fall. Schließlich galt es, die Frage nach der „schwäbischen Erotik“ zu beantworten oder andersherum: gab es überhaupt eine Antwort darauf? In einer gekonnten Striptease-Performance wurde gleich zu Beginn des Kabarett-Programms aus der biederen „Brigitte Wibele“ die charismatische Christiane M. im hautengen roten Glitzerkleid. In einem flotten, schnellen Wechsel zwischen Musik, Gesang, Tanz, Anekdoten und Erzählungen – auch augenzwinkernd aus ihrem derzeitigen Single-Leben – traf die lizensierte Sprechkünstlerin aus Linsenhofen den Nagel auf den Kopf und ließ sowohl in die weibliche, als auch in die männliche Seele blicken: Denn Männer stehen mehr auf Motorenöl als auf Vanille-Massageöl oder fahren gerner auf den typischen AMG-Sound ab als auf piepsige Mäuschenstimmen. Warum nicht einfach auch mal daheim ausprobieren?! Viele halten die Schwaben für bieder, aber in der Küche haben sie die – erotische – Nase vorn: zum Beispiel „Wibele“ – die kleinen, etwas harten, aber typisch schwäbischen Kekse – sind der erste erotische Marketinggag der schwäbischen Hausfrau! Haben sie doch eine gewisse Ähnlichkeit mit der weiblichen Brust. Und dann gibt’s ja noch die leckeren Fingernudeln. Kennt kein Mensch – aber „Buabaspitzla“, ja, das kennen (fast) alle! Liebe geht eben doch durch den – schwäbischen – Magen! Aber selbst wenn die Küche mal kalt bleibt, die schwäbische (Ehe-)Frau weiß sich zu helfen und wirft einen lasziven erotischen Köder aus: „Kocht han i nix, aber guck, wie i do lieg“. Damit auch alle Nicht-Schwaben diese Pointe verstehen, wird die Übersetzung mitgeliefert: „Gekocht habe ich nichts, aber schau mal, wie ich hier liege und mich räkele“. Zugegeben stehen die schwäbischen Frauen auch heute noch gern auf Männer mit einem „Bausparvertrag“, aber sollte grad keiner greifbar sein, gibt es immer einen guten Freund an der Seite der Frau: Schokolade – sie ist immer Retter in der Not! Ein bisschen frech, aber nicht frivol, jedoch mit Tiefgang und Wahrheit zeigte Maschajechi das Liebesleben in den schwäbischen Betten auf. Schwaben sind bodenständig, nicht plump, aber einfach liebenswert. Denn wer kann schöner „ich liebe dich“ sagen als der Schwabe? „I mog di“ hat einfach das gewisse Etwas. Wer will da widersprechen? Mit dem Zugabe-Song von Hildegard Knef „Für mich solls rote Rosen regnen“ verabschiedete sich Christiane Maschajechi vom Aichwalder Publikum, das ihr noch einmal reichlichen Applaus spendete! Und wurde die Frage nach der „schwäbischen Äroddig“ jetzt beantwortet? Das entschied jeder Besucher bzw. jede Besucherin am Abend ganz für sich.

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